Am DB-Infoschalter. Vor mir sitzt die Schalterfrau, neben ihr rauscht ihr Rechner von dem mich zahlreiche USB-Anschlüsse anfunkeln. Um sie herum türmen sich Laserdrucker jeder Bauart. Sie fragt „wohin wollen sie Reisen“? Schon bin ich in der Defensive. Das ging schnell. Statt zu antworten stelle ich (rein proforma, das ist mir bereits klar) eine Gegenfrage.

Guten Tag, ich habe ein Online-Ticket gekauft aber nicht mehr geschafft es auszudrucken. Aber ich habe es hier auf dem USB-Stick. Können sie das vielleicht für mich drucken?

„Tut mir leid, wir haben hier kein Internet“

Kein Problem, ich habe es ja als Dokumet auf dem Stick.

„Ich kann das hier nicht.. wir dürfen auch gar nicht ins Internet.“

Ja.. Nein.. also das ist ja gar nicht nötig – hier auf dem Stick ist es drauf. Ein Dokument. Ein PDF. Es müsste ja nur gedruckt werden.

„Karin…. Hast du Internet bei dir?“  – „Nein“ – „Da hören sie es, ich habe es ja gesagt“

Aber sie müssten doch nur den USB-tick dort…

„Ich habe es ihnen doch… “ –Karin können wir hier USB-Ticket…“ – „Nee“ – „Also da kann ich ihnen nicht helfen, junger Mann.“

Gut…  ja – ok. Gibt es hier im Bahnhof eine Möglichkeit etwas zu drucken?

„Fragen sie mal drüben im Reisebüro. Die müssten Internet haben, glaub ich.“