Laut Meldung des Innenministeriums sollen die Grenzkontrollen zwischen Ost- und Westberlin auf unbestimmte Zeit wieder eingeführt werden.

Thomas de Maizière reagiert damit auf eine im Vergleich zu 1989 deutlich erhöhte Quote von Ostdeutschen im Westberliner Raum. „Es gibt immer noch viele Ostdeutsche, deren Bildungsabschluss im Westen des Landes gar nicht anerkannt wird“, so de Maizière. Der Westen solle seiner Verantwortung weiterhin gerecht werden – nur mit dieser Belastung „könne es so nicht weitergehen“. Um dem Problem gerecht zu werden soll die Einreise in den West-Teil der Stadt ab sofort nur noch unter strengen Passkontrollen möglich sein.

Wer Angehörige im Westen der Stadt hat kann möglicherweise mit einer Ausnahmegenehmigung rechnen. Margot Honecker ließ durch Ihre Sprecherin mitteilen, sie begrüße die neue Regelung.

 

Angela Merkel äußerte sich bisher nicht dazu.